Geschichte

Hochmittelalterliches Wasserschloss Hagenwil

Die ältesten Teile des Bauwerks zählen rund 800 Jahre

Ritter Rudolf

Erstmals wurde das Schloss Hagenwil 1264 im Zusammenhang mit einem Ritter Rudolf von Hagenwil erwähnt. Während der darauffolgenden Jahrhunderte besassen verschiedene Familien das Schloss als Lehen. In dieser Zeit blieb es nicht vor Plünderung und Verwüstung verschont. 1684 übernahm das Kloster St.Gallen das Schloss in Eigenverwaltung.

Seit 200 Jahren in Familienbesitz

1684 wurde es zu einem Erholungsort für die Mönche des Klosters St. Gallen. Damit war für die alten Gemäuer eine ruhigere Zeit angebrochen.

1806, vier Jahre nach der Klosterauflösung erwarb der damalige Verwalter und Gemeindeammann Benedikt Angehrn das Schloss. Seit über 200 Jahren ist es im Besitz der Familie Angehrn, die es mittlerweile in der siebten Generation führt.

Liebevolle Restauration

Das Schloss ist etappenweise renoviert worden. Dabei hat die Familie Angehrn immer Wert darauf gelegt, den ursprünglichen Charme des historischen Bauwerks zu erhalten.
Im Jahr 1937 ist die bauliche Hauptkonstruktion restauriert worden, 1958 das Restaurant im Biedermeierstil. Die Renovation des Treppenaufgangs 1966 und des gotischen Rittersaals 1968 sind weitere Etappen gewesen. Die letzte Grossrenovation ist 1996 an der Aussenfassade vorgenommen worden.

Im Winter 2004 hat die Familie Angehrn die alte Küche durch eine moderne und leistungsfähigere ersetzen und einen Lift einbauen lassen. Der 2001 ausgebaute Mostkeller ist im Sommer 2013 neu gestaltet worden und beherbergt die Mostkeller-Bar.
Heute ist das Wasserschloss Hagenwil das einzige noch erhaltene Wasserschloss der Ostschweiz.

Seit 2017 wird das Schloss in drei Etappen Sarniert.